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Top-Down vs. Bottom-Up Methode

Bei der Prozessaufnahme unterscheidet man zwei Vorgehensweisen: Die “Top-Down-Methode” (vom Groben ins Feine) und die “Bottom-Up-Methode” (vom Feinen ins Grobe). Für eine strukturierte Modellierung wird in der Praxis der Top-Down-Ansatz empfohlen.

Dieses Modul beantwortet folgende Fragen:

  • Was ist der Unterschied zwischen Top-Down und Bottom-Up im Prozessmanagement?
  • Welche Vorgehensweise sollte ich für die Prozessaufnahme wählen?

Dieser Ansatz folgt dem Prinzip “vom Groben ins Feine”. Man beginnt mit dem Gesamtüberblick (dem Prozess in seiner Gesamtheit) und zerlegt diesen schrittweise in kleinere Einheiten (Teilprozesse, Aktivitäten).

  • Vorteil: Der Kontext und das Ziel bleiben stets im Fokus; man verliert sich nicht in Details.
  • Anwendung: Empfohlener Standard in der Praxis.

Dieser Ansatz arbeitet “vom Feinen ins Grobe”. Man sammelt zunächst detaillierte Einzelaktivitäten und versucht, diese anschließend zu einem Gesamtprozess zusammenzufügen.

  • Nachteil: Gefahr, den Überblick zu verlieren oder redundante Aktivitäten aufzunehmen, die keinen Beitrag zum Gesamtziel leisten.

Praxis-Empfehlung: Nutzen Sie primär die Top-Down-Methode, um sicherzustellen, dass die Prozessarchitektur logisch und zielgerichtet aufgebaut ist.



Patrick Roßkothen ist Experte für Prozess- und Wissensmanagement. Dieses Modul wurde zuletzt am 2026-02-21 aktualisiert.