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Phase: Umsetzen (Change Management)

Diese Phase überführt das Soll-Konzept in den Arbeitsalltag. Sie ist die kritischste Phase, da sie tief in Routinen eingreift. Der Fokus liegt auf Schulung, technischer Implementierung und kommunikativer Begleitung (Change Management).

Dieses Modul beantwortet folgende Fragen:

  • Wie werden neue Prozesse nachhaltig in den Alltag integriert?
  • Warum ist der Umgang mit Widerstand und Emotionen wichtig?
  • Welche Maßnahmen flankieren die technische Einführung?

Ein erfolgreicher Übergang setzt voraus, dass Mitarbeitende den neuen Ablauf nicht nur kennen, sondern verstehen, akzeptieren und sicher anwenden können. Nur wenn ein Prozess tatsächlich gelebt wird, entfaltet er seine Wirkung.

  1. Befähigung & Qualifizierung: Gezielte Schulungen sind zwingend erforderlich, insbesondere bei neuen IT-Systemen oder veränderten Rollen.
  2. Maßnahmenplan: Ein verbindlicher Plan regelt Umsetzungsschritte, Zuständigkeiten und Zeitrahmen.
  3. Kommunikation: Führungskräfte fungieren als Multiplikatoren. Widerstand sollte nicht als Ablehnung, sondern als Indikator für Klärungsbedarf verstanden werden (siehe KI-Psychologie/Change-Theorien).
  4. Integration der Betroffenen: Die Einbindung der ausführenden Mitarbeitenden (bereits in der Gestaltungsphase) erhöht die Akzeptanz massiv.

Die Phase endet nicht mit der technischen Einführung (“Go-Live”), sondern erst mit der verlässlichen Integration in den Arbeitsalltag.



Patrick Roßkothen ist Experte für Prozess- und Wissensmanagement. Dieses Modul wurde zuletzt am 2026-02-21 aktualisiert.