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Die 3 Ebenen der Prozessmodellierung

Innerhalb der Top-Down-Methode wird ein Prozess in drei Ebenen zerlegt: Von der abstrakten Prozessdefinition (Ebene 1) über das strategische Teilprozessmodell (Ebene 2) bis zum operativen Aktivitäten-Modell (Ebene 3). Dies sichert die nötige Granularität für verschiedene Zielgruppen.

Dieses Modul beantwortet folgende Fragen:

  • Wie detailliert muss ich einen Prozess modellieren?
  • Was gehört in ein Teilprozessmodell?
  • Auf welcher Ebene nutze ich BPMN-Grafiken?

Die Zerlegung erfolgt hierarchisch, um Komplexität zu reduzieren.

🖼 GRAFIK: Ebenen der ProzessbeschreibungKI-Beschreibung: Ein hierarchisches Schaubild, das drei Abstraktionsebenen der Prozessdokumentation und deren inhaltliche Tiefe darstellt.

Details: Links zeigt ein großer, vertikaler Pfeil nach unten, beschriftet mit “Detaillierungsgrad”, was anzeigt, dass die Genauigkeit von oben nach unten zunimmt. Daneben stehen drei Ebenen in blauen Boxen:

  1. Oben: Ebene “Prozess”. Inhalt: Fokus auf grobe Auslöser, Ergebnisse und Dokumente.
  2. Mitte: Ebene “Teilprozesse”. Inhalt: Fokus auf Zwischenergebnisse.
  3. Unten: Ebene “Aufgaben”. Inhalt: Detaillierte Aktivitäten und Entscheidungen.

Text im Bild: Wissen & Werkzeug; Ebenen der Prozessbeschreibung; Detaillierungsgrad; Prozess; Auslöser und Ergebnis des Prozesses, Beteilige und Input-/ Outputdokumente; Teilprozesse; Auslöser und Ergebnis des Prozesses, Zwischenergebnisse und Beteiligte; Aufgaben; Aktivitäten und Entscheidungsmomente, inkl. aller weiterer relevanten Informationen.

Kernaussage: Visualisiert, wie Prozessbeschreibungen von der groben Übersicht (Prozess) bis zur feingliedrigen Arbeitsanweisung (Aufgaben) strukturiert werden sollten.

Der Kernarbeitsschritt ist die genaue Identifikation und Abgrenzung.

  • Fokus: Festlegung von Auslöser (Trigger) und Ergebnis (Output).
  • Darstellung: Meist textlich (Leistungsbeschreibung, Steckbrief). Eine grafische Darstellung bietet hier oft noch keinen Mehrwert.
  • Ziel: Dokumentation aller relevanten Rahmenbedingungen an zentraler Stelle.

Hier lautet der Auftrag: „Zerlegen Sie den Prozess in seine Hauptbestandteile und definieren Sie Meilensteine.“

  • Zielgruppe: Entscheider und Führungskräfte (Strategische Ebene).
  • Funktion: Hilft bei der Auswahl, welche Bereiche vertieft analysiert werden sollen (Priorisierung).
  • Darstellung: Grafisch mit BPMN (reduzierte Komplexität).

Dies ist der Kern des Prozessmodells und die detaillierteste Stufe.

  • Fokus: Operative Durchführung. Der Prozess wird so fein zerlegt, wie es der Modellierungszweck erfordert.
  • Darstellung: Detaillierte BPMN-Modellierung (Tasks, Gateways, Events).


Patrick Roßkothen ist Experte für Prozess- und Wissensmanagement. Dieses Modul wurde zuletzt am 2026-02-21 aktualisiert.