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BPMN: Grundlagen und Regeln für BPMN Gateways

Gateways fungieren in der BPMN als reine Logik-Knoten zur Steuerung des Prozessflusses durch Verzweigung (Split) und Zusammenführung (Join). Sie stellen keine Tätigkeiten dar und verbrauchen keine Zeit. Nach dem „Wissen und Werkzeug“-Prinzip müssen Gateways explizit modelliert werden, wobei ein Split genau einen Eingang und ein Join genau einen Ausgang besitzt.

Bei Gateways handelt es sich um Elemente zur Steuerung des Prozessflusses durch Verzweigungen und Zusammenführungen. Obwohl die offizielle Spezifikation viele Darstellungsmöglichkeiten zulässt, sollten strikte Regeln eingehalten werden, um die Modelle für Dritte intuitiv verständlich zu machen.

Wichtiges Merkmal: Gateways stellen niemals Tätigkeiten dar. Beim Durchlaufen eines Gateways vergeht keine Bearbeitungszeit; es ist ein reiner Logik-Punkt.

Das Basis-Level der BPMN unterscheidet drei Haupt-Gateways. Nach dem “Wissen und Werkzeug”-Prinzip gelten folgende Standards:

  • Struktur: Verzweigungen und Zusammenführungen werden grundsätzlich explizit mit Gateways modelliert.
  • Sequenzflüsse: Gateways sind die einzigen Flussobjekte, die mehr als einen eingehenden oder ausgehenden Sequenzfluss besitzen dürfen.
  • Symbolik: Für Verzweigung und Zusammenführung wird jeweils das gleiche Symbol verwendet (mit Ausnahme des ereignisbasierten Gateways).

Um die Leserichtung und Logik klarzuhalten, gilt:

  1. Verzweigungen (Split): Ein Split hat immer einen eingehenden und mehrere ausgehende Sequenzflüsse.
  2. Zusammenführungen (Join): Ein Join hat immer mehrere eingehende und einen ausgehenden Sequenzfluss.

Spezifische Gateway-Typen:

Übergeordnete Konzepte:


Patrick Roßkothen ist Experte für Prozess- und Wissensmanagement. Dieses Modul wurde zuletzt am 2026-02-21 aktualisiert.